Dienstag, 21. Februar 2012

Patchworktasche im Desigual-Stil

Gerade habe ich eine Tasche im Desigual-Stil fertig gemacht. Habe aber auch ein paar New-York-Beauty-Blöcke mit verarbeitet. Sie ist keine typische Desigual-Tasche. Beim Arbeiten hab ich mich schon in Richtung Patchwork bewegt.

Hier kommen die Bilder.Ihr könnt draufklicken, dann werden sie größer. Ich schreibe hier nicht so viel Text, denn die Bilder sind, wo es nötig ist, beschriftet, das ist besser, dann hat man den Text gleich dort, wo er auch hin muß und muß nicht suchen, was denn gemeint ist.

Unten Bilder von den beiden Außenteilen. Ich habe S320 drauf gebügelt, obwohl man ja außen meist H 640 nimmt. Wollte mal sehen, ob die Tasche dann mehr Stand hat. Also außen S320, innen H640. Bei diesem Taschentyp würde ich es nicht mehr so machen, denn wenn man da Sachen aufbewahrt und die Tasche sich ausbeult, dann graben sich die Falten eher ein.

Bei einer Weekender z.B., die den Reißverschlußteil nach oben gebogen hat, kann ich mir eher vorstellen, daß das gut wirkt mit S320 außen. Diese Tasche hat aber eher die Tendenz sich zusammezufalten beim Tragen, als ob sie in der Mitte durchhängen würde, auch wenn sie das nicht wirklich tut. Aber allein wenn sich Gegenstände an den Seiten nach außen beulen, gibt es Durchhänge-Falten. Es sieht trotzdem gut aus, aber die Falten sind halt dann steifer, während bei H640 alles sowieso ganz weich ist und leicht wieder ausgestrichen werden kann.

Ihr seht, ich habe die Stoffe bei Außen-Vorder- und -Rückenteil vertauscht, einmal rechts gelbgrün, einmal links gelbgrün.





S 320 nicht bis zum Rand aufbügeln, sondern die Nahtzugabe frei lassen.


Dann erst einmal die aufgenähten/aufgesetzten Taschen vorbereiten, hier die Bilder, klickt drauf, wenn Ihr die Beschreibung auf den Bilder nicht lesen könnt.




Hier die 3-D-Tasche, die ist schmalkantig außen herum aufgenäht.

Die anderen Taschen werden rechts und links und unten herum aufgenäht. Die Deckel zuerst rechts auf rechts (mit nach oben geklappter Lasche) mit der unversäuberten Schmalseite annähen, dann nach unten klappen und knappkantig absteppen, dann sieht man das unversäuberte nicht mehr.

Dann hab ich vorn noch eine Pattentasche gemacht, hier seht Ihr Bilder vom Taschenbeutel (also linke Stoffseite) und dem kleinen Dreieck, das man dann immer abnähen muß.


Das Futer genauso ausschneiden, wie Vorder-, Rücken- und Seitenteile. Ich habe eine aufgesetzte Futtertasche gemacht wie folgt: Zwei Streifen rechts auf rechts zusammengenäht, Öffnung lassen, wenden, dann bügeln und auf das Futter aufsteppen. Dabei wird die Wendeöffnung geschlossen. Ich habe einen Zierstich genommen. Seht die Bilder.
Das hier werden zwei Taschen für die Rückseite (oder wenn man will auch Vorderseite) der Tasche. Die Tasche sieht von beiden Seiten gleich gut aus. Ich hab die zwei übrigen New-York-Beauty-Blöcke von meinem Quilt, die ich in der falschen Größe genäht hatte, einfach zusammengenäht und mit Schrägband eingefaßt. Dann auf die Rückseite der Tasche genäht, einmal außen herum und dann einmal senkrecht in der Mitte. So hab ich zwei Einschub-Taschen - jeweils in der Größe eines New-York-Beauty-Blocks.
Jetzt das Reißverschluß-Teil



Jetzt eine Lasche in den den Taschen-Futterboden nähen, in die man dann ein Pappstück oder Holzstücke einschieben kann zur Verstärkung des Bodens.

Pappstreifen abmessen, der da rein paßt.Schauen, daß er nicht zu eng sitzt, denn es muß ja noch eine Hülle um den Streifen

Hülle für den Streifen nähen


Diesen Streifen mit der Hülle vor dem Wenden erst mal wieder rausziehen, sonst kann man die Tasche nicht wenden, ohne den Streifen zu zerknicken.

Nachdem die Außen- und Innentasche jeweils zusammengenäht ist, und das Reißverschlußteil rechts auf rechts auf die obere Öffnung des Außenteils genäht ist (hier auch nur die Längsseiten, die Schmalseiten offen lassen), die oberen Ränder rechts auf rechts zusammennähen, aber die Seitenteile auch nicht, die bleiben offen, da kommen ja noch die Träger dazwischen.

Eine Wendeöffnung im Futterteil lassen. Ihr seht die an der Seite, aber sie ist besser unten platziert, dann kommt man durch diese Öffnung links und rechts besser dran, wenn die Träger eingenäht werden.Hab ich später noch geändert und mir unten eine Wendeöffnung gemacht.

Den Reißverschluß öffnen ! ! ! ! !

Jetzt alles durch den Reißverschluß und dann durch das Futter wenden. Das kann man hier nicht erklären, aber man kann nichts falsch machen. Man muß einfach versuchen, alles nach außen zu drehen, das sieht dann hinterher so aus:

Ihr seht die offenen Schmalseiten. Mein RV ist etwas zu lang geworden, daher konnte ich die Versäuberungs-Stoffstücke der Seiten vom RV nur ganz knapp verwenden. Nötig sind sie, weil man in diesem Fall nicht den RV in der Nahtzugabe brauchen kann. Wenn man einen RV rechts auf rechts annäht und will ihn in die Gegenrichtung zurück klappen,dann ist das zu steif und gibt eine Beule. Daher hab ich mir mit diesen Stoffstücken geholfen. Schöner wäre es gewesen, wenn der RV etwas kürzer noch wäre, aber schlimm ist es nicht. Dafür komme ich besser an die Sachen ran.


Hier seht Ihr auch schön die Pattentasche links oben pinkfarben.
Jetzt kommen die Träger. Ich hab sie so breit gemacht, daß sie ungefähr an die Seitenteile passen, dann verlaufend schmal, sonst liegen sie nicht gut auf der Schulter.
BEIDE Seiten, also innen und außen, hab ich mit H640 bebügelt, hatte Angst, dass es sonst zu lasch wird.

Rechts auf rechts zusammennähen, wenden, bügeln, Längsseiten absteppen, fertig.
Jetzt die Trägerenden zwischen die offenen Seitenstücke stecken und diese von innen durch die Wendeöffnung rechts auf rechts zusammennähen, dabei die Träger mitfassen. Das sieht dann so aus.
Hier der RV-Teil von oben, rechts und links seht Ihe ein bißchen von den Trägern.

Ach ja, die Längsseiten von Taschenvorder- und -Rückenteil oben knappkantig absteppen, sieht man auch auf dem Folgebild. Dann wölbt sich der RV auf jeden Fall nach unten, außerdem gibt das noch etwas Stabilität.

Dann den Papp-/Holz-Streifen mit der Streifenhülle wieder in die Lasche am Boden pfriemeln, sieht dann so aus:  Auch gleich ein Blick auf das gesamte Innenleben

Hier noch ein paar Bilder von der Tasche:


Und hier seht Ihr das Drama, wenn die Tasche gefüllt ist, die beult sich natürlich bei Vorder- und Rückenteil aus und hängt dann so durch, das hat nichts mit dem Boden zu tun, der ist gerade, aber dadurch, daß Gewicht auf die Seiten kommt, faltet sich das so. Das sieht gar nicht schlecht aus, aber dadurch daß S320 außen drauf ist bügeln sich die Falten richtig rein, Ihr seht das in der Mitte senkrecht. Das wäre bei H640 nicht so, wenn das außen wäre. Also mein Rat, in solche einem Fall H640 außen drauf, kein S320.

Ich ääääääääääääääärgere mich soooooooooooooo!!




Kommentare:

morgaine hat gesagt…

Hallo Monika!
Sie ist trotzdem toll geworden die Tasche! Danke für den WIP!
Tolle Farben hast du ausgesucht und die vielen verschiedenen Vortaschen haben es mir besonders angetan! Wie sagen wir hier: "ten out of ten"!
Liebe Grüße
Gudrun

Monika hat gesagt…

Hi Morgaine, bist Du die Morgaine mit dem New York Beauty-Quilt damals bei den QFs?

In jedem Fall danke für das Kompliment.

Gruß Moni

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