Mittwoch, 24. Juli 2013

Crazy-Kissen Nr. 1

Von einer Kundin habe ich den Auftrag, ihr ein schönes Crazy-Kissen zu machen. Stoffe hat sie besorgt - 4 Farben - und die Rückseite Terracotta, einfarbig.

Zunächst mal in einem Zeichenprogramm mit der Kundin erarbeitet, wie die Farben am besten anzuordnen sind. Schwierig in diesem Fall weil es nur drei verschiedene Farben sind, die Kundin aber mehr Crazy-Abschnitte auf der Vorderseite haben wollte.

Terracotta war unmöglich dazwischen zu nehmen, das hat sich total gebissen, obwohl es für die Rückseite allein nicht schlecht ist.

Praktisch ist so ein Zeichenprogramm, dann kann man nämlich verschiedene Zusammenstellungen ausprobieren und mit der Kundin besprechen.

Schließlich war die Kundin zufrieden. Also die Datei auf 44 cm im Quadrat vergrößert und dann mit Klebemarken ausgedruckt, alles zusammengeklebt und an den Zeichenlinien wieder auseinander geschnitten, schaut das Folgebild.

Ich habe die einzelnen Abschnitte in der Reihenfolge des Zusammennähens numeriert.

 
 
Dann die verschiedenen Schablonen auf den entsprechenden Stoff gelegt, so wie sie auf obigem Bild da liegen, muß die rechte Stoffseite nach oben schauen, damit das Kissen hinterher nicht seitenverkehrt ist. Überall eine Nahtzugabe (wie man will) zugeben.
 
Jetzt Nr. 1 und 2 zusammennähen, schön bügeln, damit alles schön glatt ist.
 
 
 
Dann Nummer 3 dran nähen:
 
 
 
 
Und schließlich Nr. 4 dran nähen. Dann alles schön quadratisch schneiden, falls noch etwas nicht ganz gut ist (sollte aber eigentlich nicht passieren, es sollte jetzt schon alles sitzen). Danach H 640 auf die Vorderseite aufbügeln, dabei 1 cm Nahtzugabe außen herum frei lassen, damit es nach dem Zusammennähen und Wenden nicht knubbelt. H 640 gibt dem Kissen stand. Wie Ihr an den Maßen oben seht, ist das Kissen etwas größer als das Inlay, das 40 cm mißt. Wenn man dann H 640 auf die Vorderseite bügelt und das Kissen dadurch Stand bekommt, wirkt es voluminöser, als wenn man die Hülle genau passend macht und den Stoff so labberig läßt, wie er von Natur aus ist.
 
Am Schluß noch im Nahtschatten der verschiedenen Teile quilten, damit das H640 auch nach mehreren Wäschen sich nicht löst und Blasen wirft. Schön langsam nähen, damit auf keinen Fall ein Stich daneben geht und alle schön im Nahtschatten liegen.
 
Dann dieses Quadrat auf den Rückseitenstoff legen und ein Quadrat in der Größe der Vorderseite ausschneiden. Danach alles zusammennähen, wie hier beschrieben.
 
So sieht die Hülle dann aus: Ich glaube, man kann schon sehen, daß das irgendwie voluminöser an der Vorderseite aussieht.
 
 

Dann das Kissen-Inlay rein stecken und gut in die Ecken stopfen. Mit dem H 640  rutscht es etwas schlecht rein. Aber der Kampf mit den Ecken lohnt sich, wenn man sich da wirklich Mühe gibt. Dann ist der Stand sehr schön. Ansonsten klappen die Ecken irgendwie traurig ein.

 
 
Die Näharbeit für ein solches Kissen
kostet                                 20,00 Euro 
Ihr könnt mir die Stoffe schicken, die Ihr auswählt, H 640 habe ich selbst.  
Der H640-Anteil in dieser Größe
kostet zusätzlich zum Nähpreis          2,50 Euro 
Es ist einfacher, wenn Ihr das H 640 bei mir kauft, als dieses zu verschicken, das nimmt nur unnötig Platz im Stoff-Kuvert und muß meist noch geknickt werden, was auch nicht zuträglich ist. Vlies sollte niemals Knicke bekommen.

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